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Vergleich

Softdart vs. Steeldart: Die wichtigsten Unterschiede und Vor- & Nachteile

Softdart und Steeldart unterscheiden sich in Ausrüstung, Spielweise und Regeln. Dieser Ratgeber zeigt, welche Variante zu Ihnen passt.

Steeldart

  • ✓ Metallspitzen
  • ✓ Sisal-Scheibe
  • ✓ Günstig
  • ✓ Laut

Softdart (E-Dart)

  • ✓ Kunststoffspitzen
  • ✓ Elektronische Scheibe
  • ✓ Automatisch zählt
  • ✓ Leise

Die Grundlagen im Vergleich

Steeldart ist die klassische und auch weltweit von Profis gespielte Variante. Man wirft Pfeile mit Stahlspitzen auf ein Bristle-Board aus Sisalfasern. Die Pfeile bleiben in der Scheibe stecken.

Softdart oder E-Dart nutzt elektronische Scheiben mit Kunststoffspitzen-Pfeilen. Die Elektronik registriert jeden Treffer und zählt automatisch den Spielstand an. Die Pfeile prallen nach dem Treffer aus den Löchern ab.

Spitzenmaterial und Scheiben-Typ

Der größte Unterschied liegt in den Spitzen und Scheiben. Steeldarts haben eine scharfe Stahlspitze, die in das feste Bristle-Board eindringt. Softdarts haben abgerundete Kunststoffspitzen, die in elektronische Lochscheiben passen. Ein Steeldart in eine E-Dart-Scheibe zu werfen, beschädigt diese irreparabel. Umgekehrt prallt eine Softdart von einer Sisal-Scheibe ab.

Die Sisal-Scheibe von Steeldart hält mehrere Millionen Würfe aus, bevor sie ausgetauscht werden muss – mit richtigem Unterhalt kann sie Jahre halten. Die elektronischen Scheiben halten typischerweise 5–15 Jahre, je nach Modell und Nutzungsintensität.

Wurfabstand und Aufhängehöhe

Steeldart wird aus 2,37 m Entfernung geworfen. Die Bulls-Eye-Mitte hängt in 1,73 m Höhe. Das sind internationales Regelmaß und gelten überall, wo Turniere stattfinden.

Softdart wird oft aus 2,44 m geworfen – also 7 cm weiter weg. Manche E-Dart-Verbände nutzen aber auch den 2,37-m-Abstand. Hier lohnt sich ein Blick in die Anleitung Ihrer Scheibe. Die Aufhängehöhe bleibt bei den meisten Modellen 1,73 m.

Lautstärke und Rücksicht auf Nachbarn

Steeldart ist deutlich lauter. Wenn die Metallspitze auf der Bristle-Scheibe aufschlägt, entsteht ein durchdringendes Klopf-Geräusch. Besonders beim intensiven Training oder beim Spieleabend kann das störend sein.

Softdart ist erheblich leiser. Die Kunststoffspitzen gleiten in Löcher, der Schall ist gedämpfter. In einer Mietwohnung oder in einem dicht besiedelten Haus ist E-Dart daher oft die bessere Wahl.

Preisniveau: Anschaffung und Langzeit

Ein gutes Steeldart-Set ist günstig in der Anschaffung. Eine hochwertige Sisal-Dartscheibe bewegt sich im mittleren Preissegment. Eine Dartmatte, Surround und Beleuchtung sind Zusatzinvestitionen. Das Gesamt-Einstiegsbudget bleibt insgesamt überschaubar.

Eine elektronische Dartscheibe kostet je nach Ausstattung spürbar mehr und reicht bis ins gehobene Preissegment. Softdarts selbst sind ähnlich preiswert wie Steeldarts. Das Gesamt-Einstiegsbudget liegt entsprechend höher als bei Steeldart.

Langfristig ist Steeldart günstiger, wenn man laufend neue Sisal-Scheiben kauft. Softdarts fallen weniger an Wartungskosten an, aber die Scheibe kann teuer zu ersetzen sein, wenn sie defekt ist.

Spielweise und mentale Anforderungen

Bei Steeldart müssen Sie ständig im Kopf rechnen. Sie werfen auf 501 oder 301 Punkte und müssen kontinuierlich subtrahieren: „Ich hatte 250 Punkte, die 20 bringt mich auf 230…" Das erfordert volle Konzentration.

Bei Softdart macht die Elektronik das für Sie. Sie werfen einfach und der Bildschirm zeigt Ihren neuen Spielstand. Das ist entspannter für Anfänger und Gelegenheitsspieler.

Einstieg in Vereine und Turniere

Wenn Sie später in einem Dart-Verein spielen oder an Turnieren teilnehmen wollen, ist Steeldart die richtige Wahl. Fast alle professionellen und Vereins-Turniere spielen Steeldart. E-Dart ist häufig in Spielhallen und private Spieleabende beschränkt.

Wenn Sie nur privat mit Freunden spielen möchten, ist Softdart durchaus akzeptabel und oft sogar angenehmer wegen der niedrigeren Lautstärke.

Welche Variante passt zu mir?

Wählen Sie Steeldart, wenn Sie: regelmäßig trainieren möchten, in einen Verein einsteigen wollen, Turniere spielen möchten oder das authentische Dart-Erlebnis suchen.

Wählen Sie Softdart, wenn Sie: gelegentlich mit Freunden spielen, wenig Lärm verursachen dürfen, Anfänger sind oder automatische Punktzählung schätzen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Softdart und Steeldart?
Steeldart nutzt Pfeile mit Metallspitzen, die in ein Sisal-Bristle-Board gespielt werden. Softdart (E-Dart) verwendet Kunststoffspitzen, die in Löcher einer elektronischen Scheibe gespielt werden. Die Elektronik erkennt Treffer automatisch und zeigt den Spielstand an. Steeldart ist die klassische Spielart, E-Dart einsteigerfreundlicher.
Welche Spielart ist laut und welche leise?
Steeldart ist lauter, weil Metallspitzen in die feste Bristle-Scheibe einschlagen und ein deutliches Klopfen verursachen. Softdart ist deutlich leiser, da die Kunststoffspitzen in Löcher gleiten. E-Dart ist daher besser für Mietwohnungen und rücksichtsvolle Nachbarn geeignet.
Ist Softdart oder Steeldart für Anfänger besser?
Softdart (E-Dart) ist für viele Anfänger einsteigerfreundlicher, weil die Elektronik den Spielstand anzeigt und man sich nicht merken muss, wie viel Punkte man noch werfen darf. Steeldart erfordert mentales Kopfrechnen und ist anspruchsvoller. Aber: Wer gelegentlich in Vereinen spielen möchte, sollte mit Steeldart trainieren.
Kosten Steeldarts oder E-Darts mehr?
Gute Steeldart-Pfeile sind in der Anschaffung günstiger. Eine Sisal-Dartscheibe ist ebenfalls preiswert. E-Dart-Scheiben liegen im mittleren bis gehobenen Preissegment, die Softdarts selbst sind ähnlich preiswert wie Steeldart-Pfeile. Langfristig ist Steeldart kostengünstiger, E-Dart erfordert eine höhere Anfangs-Investition.
Kann man von Steeldart auf Softdart wechseln?
Ja, die grundlegende Wurftechnik ist identisch. Aber es gibt Unterschiede: Softdarts sind leichter, der Wurfabstand ist etwas größer (2,44 m statt 2,37 m), und der Grip muss angepasst werden. Die Umgewöhnung dauert typischerweise 1–2 Wochen intensiven Trainings.